Kind1 hat die folgenden Spiele ausprobiert:
Buchstabenteuer (Terzio)
Übungen:
Auch hier gibt es viele verschiedene Übungen. Anlaute werden durch Zuordnen geübt, Buchstaben kommen die Rutsche herunter und müssen angeklickt werden. Auch ein sehr interessantes Konzentrationsspiel ist dabei, dass aber schon sehr viel Textverständnis erfordert. Kind1 spielte dieses mit wechselndem Interesse. Die Übungen sind irgendwie „müde“ animiert und auch nicht richtig fantasievoll – sie folgen alle dem Prinzip: Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade.
Schwierigkeit:
Die Schwierigkeit der Übungen ist nicht sehr ausgewogen. Die Übungen selber bilden verschiedene Schwierigkeitsgrade ab. Die einzelne Übung steigt deswegen nur sehr wenig im Schwierigkeitsgrad an. Der Anstieg geschieht automatisch. Dadurch hatte Kind1 sehr schnell vorlieben für bestimmte Spiele und mied dagegen andere.
Die Übungen sind nicht geordnet über die Spielumgebung verteilt und so muss man selber ausprobieren, was einem liegt und was nicht.
Umgang mit Fehlern:
Fehler werden angemahnt und man bekommt die Chance es noch einmal zu versuchen. Allerdings wird die Frage einfach noch einmal wiederholt und die Antwortmöglichkeiten sind auch an denselben Stellen. So kann man sich auch hier durchraten.
Wertung:
Lollipop und die Schlaumäuse (Cornelsen)
Übungen:
Das Spiel bietet den gleichen Übungsumfang, wie andere Spiele auch. Leider ist Lesen und Schreiben oft sehr schlecht in das Spiel eingebettet. Sie sind mehr aufgesetzt. Also Kind1 spielt zum Beispiel ein Würfelspiel, auf bestimmten Feldern, muss man dann einen Satz lesen. Die Übungen sind somit auch nicht sehr einfallsreich und die Motivation wird ausschließlich über die bunte Grafik und die animierten Figuren erreicht.
Bei Kind1 hat sich eine Übung sogar negativ auf die Leserichtung augewirkt; es hat angefangen die Worte teilweise rückwärts zu lesen, was viele Kinder am Anfang machen und der Sinn einer Übung nicht sein sollte, alte Anfängerfehler wieder anzutrainieren.
Bis auf den Theaterraum und die Zauberübung ist leider keine Übung ohne Makel.
Schwierigkeit:
Die Schwierigkeit ist insgesamt recht unausgewogen. Kind1 muss bei einem Spiel aus BEIL durch ersetzen eines Buchstaben das Wort SEIL machen (4 Buchstaben werden zur Auswahl vorgeschlagen). In einer anderen Übung soll man dann einen kompletten Satz lesen oder Wörter, ohne Rechtschreibfehler (inklusive Groß/Kleinschreibung) fehlerfrei eingeben.
Die Schwierigkeitsgrade regulieren sich von selbst im Hintergrund. So wurde aus einem 3 Wort-Satz auf einmal ein langer Satz, der über zwei Zeilen ging, woraufhin Kind1 mit einem Stöhnen in sich zusammengesackt ist.
Umgang mit Fehlern:
Bei Fehlern werden Tipps gegeben – oder einfach gesagt: Du hast einen Fehler gemacht, nicht so schlimm; vielleicht nächstes Mal… und dann ist die Übung aus, ohne eine Möglichkeit sich zu verbessern.
Zusätzlich kann man sich durch manche Spiele komplett durchraten, in anderen Spielen kommt man einfach keinen Schritt voran und in wieder anderen Spielen kann man alles richtig machen, verliert aber trotzdem.
Wertung:
Hexe Trixi mit dem Zauberbesen
Übungen:
Hexe Trixi hat den Comenius Preis gewonnen – und das nicht ohne Grund. Das Spiel bietet sehr abwechslungsreiche Übungen, die auch sehr fantasievoll sind. Es geht also nicht immer stur um Buchstaben; auch Mustererkennung wird geübt – so muss man Schlangenlinien von anderen Schlangenlinien unterscheiden – was sich später positiv auf das Buchstabenerkennen auswirkt. Besonders das Mustererkennungsspiel sticht heraus, da es weit über das lateinische Alphabet hinausgeht und Buchstaben damit schon fast zum Kinderspiel werden… vielleicht auch interessant für Kinder mit Leghastenie. Zusätzlich werden sogar sehr subtile Themen angegangen, wie Leserichtung (bei dem Drachenspiel stehen manchmal die Silben ‘la’ und ‘al’ oder’ke’ und ‘ek’ zur Auswahl) oder Silben.
Schwierigkeit:
Die vielen Übungen haben ein leicht steigendes Schwierigkeitsniveau und unterteilen sich in die Bereiche Sehen, Hören, Lesen. Zusätzlich kann man von Hand zwischen 4 Schwierigkeitsstufen auswählen – und Kind1 kann die neue Stufe wählen, sobald es sich wirklich sicher fühlt. Wenn die neue Stufe zu schwer ist, kann Kind1 problemlos wieder zurück und noch ein bisschen auf der unteren Stufe trainieren.
Umgang mit Fehlern:
Das Spiel geht sehr kompetent mit Fehlern um. Macht Kind1 einen Fehler, dann klappt das Spiel halt nicht, und man bekommt eine neue Chance. Diese Chance erfolgt aber nicht sofort, so dass durch raten das Spiel gemeistert werden kann. Wenn Kind1 mehrmals denselben Fehler öfter macht, dann führt Hexe Trixi die Lösung vor. Wenn Kind1 es weiterhin falsch macht, wird die Übung noch einmal langsam und deutlich erklärt (sehr schön animiert). Einmal war der Fehlerfall so lustig, dass Kind1 und Kind2 eine halbe Stunde damit verbracht haben, die Hexe ins Wasser fallen zu lassen und dazu getanzt, gelacht, und gejohlt haben.
Wertung:
(Manche Übungen sind mit karibischen Klängen untermalt und haben unsere Kinder oft zum tanzen animiert – und für uns Eltern war das sehr entspannend – gegenüber den Fahrstuhlmelodien in manch anderen Spielen)
Brombär und Tiger Willi
Übungen:
Brombär und Tiger Willi bieten eigentlich sehr wenig Übungen. Dafür sind diese sehr schön animiert, haben eine schöne Grafik und machen richtig Spaß. Besonders hervor sticht das Buchstabentraining. Hier gibt es für jeden Laut (Buchstaben + ‘Ei’, ‘Eu’ usw.) ein Spiel. Erst muss man alle Gegenstände finden, die mit diesem Laut beginnen (aus einer Auwahl von Bildern). Danach werden die Bilder durch die geschriebenen Wörter ersetzt.
Besonders ist, dass man sich Brettspiele bei denen man lesen üben kann gestalten und ausdrucken kann.
Schwierigkeit:
Auch hier ist die Schwierigkeit der Spiele nicht gleichmäßig, sondern die Spiele unterscheiden sich teilweise stark im Schwierigkeitsgrad.
Die Schwierigkeit steigt innerhalb der Übungen automatisch an. Dies war besonders für Chopper verwirrend, da sich dadurch manchmal ein ganz anderes Spiel ergibt. Der Anstieg war jedoch immer sehr sinnvoll. Überrascht hat mich besonders, dass die Schwierigkeit auch ansteigt, wenn man alles falsch gemacht hat. Das ergibt eigentlich keinen Sinn.
Umgang mit Fehlern:
Die Fehler werden auch zurückgestellt und danach wiederholt. Mit Raten kommt man hier nur sehr selten weiter (nur wenn man zusätzlich Glück hat).
Gesamt:
Und Kind2 (2 1/2) mag gerne dieses „Spiel“ – eigentlich eine Anlauttastatur.
Hier noch eine Linkseite mit teils freien (aber ungetesteten Spielen)
2 Antworten bis hierher ↓
Bibliotheken in Perlach « Kinder in Perlach // Februar 23, 2009 um 11:02
[...] den Bibliotheken sind auch die von uns getesten Leserlernspiele verfügbar) Tags: Bibliothek Gasteig, Bibliothek Neuperlach, Bibliothek Ramersdorf, Bibliotheken, [...]
Leselernspiele Fortgeschrittenes Niveau « Kinder in Perlach // März 7, 2009 um 1:02
[...] März 7, 2009 · Keine Kommentare Wenn die Kinder schon etwas weiter sind – und sich auch die Konzentrationsfähigkeit erhöht hat – kommen auch andere Lernspiele in Frage. Für alle, die erst anfangen, bitte erst hier schauen. [...]