Kinder in Perlach

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Spiel-Test: Höchst verdächtig

März 7, 2009 · Kommentar schreiben

In diesem Spiel schlüpft man in die Haut eines Detektives. 4 Detektive jagen eine Gauner-Figur. Das Interessante ist, dass man die Figuren nicht direkt bewegt, sondern das Spielbrett kippt – dadurch bewegt man nicht nur seine Figur, sondern auch alle anderen – und den Ganoven selber.

Somit trainiert man strategisches Denken und Planen;  das Spiel macht Kind1 und Kind2 sehr viel Spaß. Natürlich kann Kind2 noch nicht nach den Regeln spielen, es beschränkt sich auf die Seiten zu drücken und „Pieps!“ zu rufen.

Die Spielidee ist meiner Meinung nach genial und einfach und das Spiel trägt gut zur Kindesentwicklung bei.

Hier eine längere Besprechung.

(Das Spiel kann man im Gasteig ausleihen).

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Logopädie – Sprachspiele für Kind1

Februar 3, 2009 · Kommentar schreiben

Nach langen Jahren des Wartens besucht Kind1 jetzt die Logopädin hier in Perlach.

Die Erfahrungen damit, will ich hier in einer Reihe beschreiben, um andere Eltern zu ermutigen, sich nicht zu scheuen, diesen Schritt zu wagen.

Der Sprachtest beim Arzt:

Zuerst gingen wir zum Hausarzt.

Der machte erst einen Sprachtest – dabei zeigt er auf verschiedene Bilder und Kind1 sagte, was es da sah. Ein Hund, ein Knochen, ein Schaf, eine Maus — dann noch der Pluraltest Betten, Hunde,… das erste Mal (vor einem Jahr) machte es Kind1 noch keinen Spaß, aber dieses Mal fand er es von Bild zu Bild lustiger und lachte und johlte am Ende die Wörter nur so heraus… (sogar noch auf dem Gang und im Wartezimmer).

Dann kam der Hörtest. Eine nette Dame bat uns in einen Schalldichten Raum, dort bekam Kind1 große „Pilotenkopfhörer“ auf und los ging es. Sie machte es ein bisschen zu einem Spiel und Kind1 war schnell sehr konzentriert dabei auf den jeweiligen Kopfhörer zu zeigen. Auch das machte Kind1 Spaß. Dann gab es noch ein Geschenk und wir waren fertig.

Die Überweisung – sie ist das „Wichtigste“ und darf nicht älter als 14 Tage sein, bevor der erste Termin bei dem Logopäden ist… sonst verfällt sie und man braucht eine neue Überweisung.

Das Vorgespräch beim Logopäden:

Gleich im Anschluss gingen wir zur Logopädin (in unserem Falle ist die ganze Praxis weiblich besetzt) und führten das Vorgespräch. Sie hatte gerade Zeit.

Hier konnten wir Fragen stellen, wie eine Logopädie konkret aussieht und ein bisschen die groben Rahmenbedingungen beschreiben. Besonders wichtig ist hier der Einschulungstermin – je weiter er entfernt ist, desto weniger steht die Behandlung unter Druck.

Das Zimmer ist sehr groß, freundlich und wird von einem riesigen Schrank mit Spielen flankiert. Diese Spiele machen auch den Hauptteil der Logopädie aus – Sprachübungen werden also in die Spiele eingebaut.

Die Logotherapie teilt sich auf in:

1.) Diagnose (mögliche Störungsquellen: Hören, Verarbeitung des gehörten, Formulieren der Laute)

2.) Behebung im Spiel

(Nebenbei: Die Ausbildung zum Logopäden dauert 3 Jahre)

Wir bekamen gleich einen Termin für dieselbe Woche (Mittags) auf Nachmittagstermine hätten wir etwas länger warten müssen.

Die erste Sitzung:

In der ersten Sitzung wendete sich die Logopädin erst an Kind1 und sprach mit ihm ein freies Gespräch. In dem Gespräch kam auf, dass Kind1 eben schon etwas schreiben konnte (insbesondere seinen Namen) und schrieb ihn hin… dann durfte er noch weitere Sachen schreiben und auch malen.

In dieser Zeit konnte sich die Logopädin mir zuwenden und befragte mich:

-ob es Besonderheiten in der Entwicklung gegeben hätte

-ob es Sprachstörungen in der Familie schon gegeben hätte

-Zweisprachigkeit

-usw.

All das lief sehr schön ab, Kind1 saß die ganze Zeit in sein Schreiben vertieft neben mir und zeigte ihr hin und wieder ganz freudig seine Ergebnisse.

Man spürte gleich, dass es auch nicht um Schuldzuweisung ging, sondern einfach darum, wie man helfen konnte.

Nachdem sie mit mir fertig war, durfte Kind1 für seine erste Stunde selber unterschreiben. Ganz stolz schrieb er seinen Namen in das Kästchen.

Dann ging es los!

Wieder kam ein Bilderbogen und Kind1 sagte die Worte, beide fingen sehr schnell an zu witzeln und die Geschwindigkeit zu variieren.

Danach erzählte sie eine Geschichte über einen Zirkusclown mit einer großen roten Nase, die er mit der Zunge berühren konnte. Dann versuchten beide diese und andere Zungenkunststücke nachzuahmen.

Es war wirklich schön zu sehen, wie sie alle Übungen in Spiele einbaute (das war also nicht nur so gesagt), und sie und Kind1 immer mehr Spaß an der Sache hatten, bis dann irgendwann die Zeit vorüber war. Sie sagte mir noch kurz, was die Probleme von Kind1 waren und dann verließ ich die Praxis auch schon mit einem hüpfenden und jubilierenden Kind1.

Ich war richtig froh, dass Kind1 jetzt in der Logopädie war… es hatte jetzt einmal die Woche einen exklusiven Spielpartner der 3 Jahre lang speziell dafür ausgebildet war mit ihm zu spielen und sein Sprachverständnis zu fördern – so einen Luxus hat nicht jeder :)

Noch ein paar Tipps:

1.) Nimmt die Therapeutin Ihr Kind war und ernst, oder sitzt es einfach nur beiseite und „stört“ wenn sie mit Ihnen spricht?

2.) Fühlt sich ihr Kind mit der Therapeutin wohl, ist die Atmosphäre locker?

3.) Macht die Therapeutin einen kompetenten Eindruck (das ist für Nicht-Pädagogen oft schwer zu beurteilen, besonders da jeder Mensch auf seine Weise kompetent ist) – hier muss man etwas seinem Gefühl vertrauen (oder noch besser, dem Gefühl des Kindes).

4.) Wenn die Therapeutin eine Übung mit Ihrem Kind macht, können Sie ruhig nach der Stunde freundlich und interessiert nach dem Sinn der Übung fragen. Eine gute Therapeutin wird Ihnen freudig antworten.

5.) Machen Sie das Vorgespräch schon vor dem ersten Termin, dann sehen sie auch gleich, wann der erste Termin statt finden kann und müssen nicht noch einmal extra wegen der Überweisung fahren.

Hier noch die künstlerischen Ergüsse von Kind1, während die Logopädin mit mir Sprach (Busse, Züge und deren Namen) :)

logopadie1stunde

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